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Krieg

Eine Liste des Schreckens: performativ werden über 800 Kriege aufgezählt, begleitet von Trommelschlägen

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Eine Liste des Schreckens wird von der Künstlerin Käthe Kruse in über einer Stunde vorgetragen: über 800 Kriege zählt sie auf. In der ursprünglichen Performance in den Kunst-Werken in Berlin (2014) lag in der zeitlichen Limitierung auf 30 Minuten der Druck, diese Materialschlacht der Zerstörung unterzubringen. In der nun vorliegenden Studiofassung von insgesamt 80 Minuten lassen die Trommeln, gespielt von Edda Kruse Rosset, diese erschütternde Aufzählung noch 20 minutenlang nach­klingen. Unter der Stimme und der Trommel knistern Feuersbrünste.

„Ich langweile mich nie, denn mich beschäftigt immer die Welt“, sagt Käthe Kruse und mit diesem multiperspektivischen Blick ist sie seit den 80er Jahren als Künstlerin, Musikerin und Hausbesetzerin aktiv.

Käthe Kruse

Käthe Kruse, 1958 in Bünde geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Seit den 80er Jahren, als Teil des Westberliner Avantgarde-Trios ,Die Tödliche Doris‘ (1979/80 gegründet von Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen), setzt sie sich mit der Verschränkung von Musik, Text, Performance, Video, Film und Malerei auseinander und hat neue Formate entwickelt, die sich nicht in herkömmliche Kategorien einordnen lassen. Käthe Kruse verbindet auch als Solokünstlerin unterschiedlichste Medien konzeptionell zu einem eigenen künstlerischen Ansatz. In ihrem Projekt Ich sehe untersuchte sie die Wechselwirkung von Sprache, Politik und medialer Berichterstattung.

Käthe Kruse studierte von 1990 bis 1997 Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. Sie war Meisterschülerin bei Heinz Emigholz und erhielt das Stipendium Nachwuchsförderung. 2001 und 2020 erhielt sie die Katalogförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin. 2004 das Arbeitsstipendium, Stiftung Kulturfonds, Berlin und 2008 das Arbeitsstipendium Bildende Kunst der Senatskanzlei. 2020 das Stipendium NEU START KULTUR, Stiftung Kunstfonds und 2021 den PeterJacobiWerkPreis – der Peter Jacobi Stiftung für Kunst und Design, Pforzheim. 2023 das NEUSTARTplus-Stipendium, Stiftung Kunstfonds, Bonn.

Sie hatte Lehraufträge an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und an der Zürcher Hochschule der Künste. Käthe Kruse wird durch die Zwinger Galerie, Berlin vertreten.

Text: Käthe Kruse und Klara Kruse Rosset
Trommel: Edda Kruse Rosset
Design: Janine Sack
Deutsch
Ca. 100 Seiten, 10 Abbildungen, 1 Audiodatei (1h 20min), 1 Video
epub
Herbst 2024
ISBN 978-3-947295-96-8

Auch im Bundle mit Doppel-LP

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