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Eine flexible Frau

Drehbuch des ersten Teils der „Frauen und Arbeit“ Trilogie mit Filmausschnitten und einem Vorwort von Angela McRobbie

Drehbuch: Tatjana Turanskyj
Hg.: Jan Ahlrichs, Janine Sack
Text: Angela McRobbie
Filmauswahl: Toby Ashraf
Design: Janine Sack
ca. 100 Seiten
Deutsch
ca. 30 Abbildungen, 20 min Filmmaterial
epub
ISBN 978-3-947295-48-7
9,99 Euro

September 2022

Deutsch

Mit dieser Publikation liegt das Drehbuch des ersten Teils der „Frauen und Arbeit“-Trilogie als Text vor: Eine flexible Frau (The drifter, 2010) ist Tatjana Turankyjs vielbeachteter Film über prekäre Arbeitsbedingungen, Selbsvermarktungsansprüche in der kreativen Arbeitswelt und feministische Irrwege im postmordernen Kapitalismus.

Das Filmscript ist einerseits Material und Arbeits­­grundlage und gleichzeitig eine eigenständige Form. Die Soziologin Angela McRobbie, die Turankyjs Arbeit schon lange verfolgt, führt in das Material ein. Das Drehbuch wird weiter ergänzt von vorbereitenden Material zum Dreh aus dem Nachlass der Filmemacherin, sowie
unveröffentlichten Filmausschnitten.

„Die erste Inspiration für meinen Film war Richard Sennets Buch „Der flexible Mensch“. Sennet beschreibt die harten Veränderungsanforderungen des postmodernen Kapitalismus an das Individuum. […] Den eher affirmativen Frauenfiguren – der Stadt der Frauen – steht meine Heldin gegenüber. Sie ist eine Kritikerin und Zweiflerin, die vergeblich versucht, sich den Verhältnissen anzupassen, ohne dabei ihre Auto­nomie und Würde zu verlieren. Ihr wird aber deutlich gemacht, dass dies so nicht mehr zu schaffen ist – der Preis der Anpassung wäre die Aufgabe ihrer kritischen Haltung der Welt gegenüber.“ Tatjana Turanskyj

Das E-Book wird als Andenken und Aufforderung zum „Weitermachen” zum ersten Todestag von Tatjana Turanskyj erscheinen.

eineflexiblefrau.wordpress.com

Copyright aller Bilder & Zitate: turanskyj&ahlrichs GbR

 

Tatjana Turanskyj

Deutsch

Während und nach dem Studium der Soziologie, Literatur und Medienwissenschaften in Frankfurt am Main Darstellerin bei Einar Schleef in Frankfurt am Main und Berlin. Nach dem Studium zunächst als Werbetexterin und Autorin tätig. Im 2000 beginn einer künstlerischen Laufbahn und Mitbegründerin des Performancefilmkollektivs Hangover ltd* mit Projekten an der Volksbühne-am-Rosa-Luxemburg-Platz.

Seit 2008 Mitinhaberin der turanskyj&ahlrichs medienproduktion, die den Anspruch hat das moderne zeitgenössische Autor*innenkino zu stärken. Turanskyjs Filme wurden auf internationalen Festivals und Ausstellungskontexten gezeigt (u.a. Berlinale, Göteborg, Rio de Janeiro, Cannes/ACID) sind preisgekrönt und im Kino ausgewertet.

Außerdem unterrichtete sie an verschiedenen Hochschulen, zuletzt als Professorin für Film an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, hält Vorträge auf Konferenzen über „Gender&Film“ und war Mitbegründerin von Pro Quote Regie/Film, einer Organisation, die sich erfolgreich für Gleichberechtigung und Diversität im Film- und Medienbereich einsetzt.

Am 18. September 2021 starb sie nach schwerer Krankheit in Berlin.