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Helke Sander: I like chaos, but I don’t know whether chaos likes me

Texte aus „Frauen und Film“. Die neuveröffentlichten Texte fokussieren zentrale Fragestellungen der feministischen Filmarbeit. In der Reihe „Scriptings: Political Scenarios“

Mit Beiträgen von Valie Export, Helge Heberle, Elena Meilicke, Ula Stöckl und Gesine Strempel.

ca. 250 Seiten
28 Abbildungen
Deutsch

Scriptings/EECLECTIC

ISBN 978-3-947295-63-0 (epub)

 

Demnächst auch als Buch erhältlich:
110 x 180 mm, 242 Seiten, 28 Abbildungen, Broschur
Deutsch
Scriptings/Archive Books, www.archivebooks.org
ISBN 978-3-948212-63-6

5,99 EUR

Deutsch

Die monografische Publikation „Helke Sander: I like chaos, but I don’t know, whether chaos likes me“ umfasst Texte aus „Frauen und Film“ von der ersten feministischen, deutschsprachigen Filmzeitschrift, die 1974 von Helke Sander gegründet und herausgegeben wurde.

Die für die Publikation ausgewählten Texte fokussieren zentrale Fragestellungen der feministischen Filmarbeit, ökonomische sowie rechtliche Bedingungen und vor allem deren strukturelle Bedingtheit in gesellschaftlichen Verhältnissen und ihre radikale Kritik daran.

In der Publikation werden die Wiederabdrucke der Texte aus „Frauen und Film“ von einem Gespräch zwischen Helke Sander und der Filmwissenschaftlerin Elena Meilicke zu den Anfängen und dem Entstehungskontext der Zeitschrift begleitet. Um zusätzlich die enge Verbindung zwischen der Praxis des Schreibens und der filmischen Arbeit zu verdeutlichen, werden erstmals Ausschnitte aus einer Arbeitsversion des Drehbuchs von „Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers“ veröffentlicht.

Die Publikation macht, sowohl in analoger als auch digitaler Version, Sanders Texte für die anhaltende Debatte zu Produktionsbedingungen und Geschlechterverhältnissen für nachfolgende Künstler*innengenerationen zugänglich.

 

Scriptings’ Reader-Format „Political Scenarios“ wird in Zusammenarbeit mit Archive Books und dem E-Book-Verlag EECLECTIC herausgegeben. Ziel ist es, sorgfältig ausgewählte Skripte und Texte von Künstler*innen zu veröffentlichen, die sich weder auf akademische noch auf rein literarische Schreibformen beziehen, sondern „Text“ als integralen Bestandteil einer zeitgenössisch-politischen Kunstpraxis einbetten.

English

The monographic publication „Helke Sander: I like chaos, but I don’t know whether chaos likes me“ comprises texts from „Frauen und Film“ (Women and Film), the first feminist German-language film magazine founded and edited by Helke Sander in 1974.

The texts selected for publication focus on central issues of feminist film work, economic and legal conditions and, above all, their structural conditions in social relations and her radical critique of them.

In the publication, the reprints of the texts from „Women and Film“ are accompanied by a conversation between Helke Sander and the film scholar Elena Meilicke on the beginnings and the context of the journal’s development. In order to additionally illustrate the close connection between the practice of writing and the cinematic work, excerpts from a working version of the screenplay of „Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers“ are published for the first time.

The publication makes Sander’s texts, in both analog and digital formats, accessible for the ongoing debate on production conditions and gender relations for subsequent generations of artists.

With contributions by Valie Export, Helge Heberle, Elena Meilicke, Ula Stöckl and Gesine Strempel.

 

Scriptings’ reader format “Political Scenarios” is published in collaboration with Archive Books and the e-book publisher EECLECTIC. The aim is to publish carefully selected scripts and texts by artists that refer neither to academic nor to purely literary forms of writing, but embed “text” as an integral part of a contemporary political art practice.

 

Helke Sander

Deutsch

Helke Sander, geboren 1937 in Berlin, deutsche Filmemacherin und Autorin. Sie war 1968 Mitbegründerin des „Aktionsrats zur Befreiung der Frauen“, 1974 Gründerin und bis 1981 Herausgeberin der Zeitschrift „frauen und film“. 1981 bis 2003 war sie Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Filme u. a.: „Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers“ (1978), „Nr. 1 – aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste“ (1985), „Dorf“ (2001), „Mitten im Malestream“ (2005).

Hg. Achim Lengerer, Janine Sack

Deutsch

Achim Lengerer setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit politischen Wirkungs- und Funktionsweisen von Sprache und Text auseinander. Neben filmischen Tonspuren, Installationen und Publikationen gehören performative Vorträge und Veranstaltungen zu seinen Ausdrucksformen.

Lengerer gründete verschiedene kollaborative Projekte, darunter die freitagsküche in Frankfurt/Main. Seit 2009 betreibt Lengerer den mobilen Ausstellungsraum und Verlag Scriptings.

Zurzeit promoviert Lengerer an der Goldsmiths, University of London, zum Format der theatralen und filmischen Probe als künstlerisches sowie politisches Modell für gesellschaftliche Verhandlungsräume.

2017 Teilnahme an der documenta 14 mit der 21-stündige Radioarbeit different time, different place, different pitch (mit Dani Gal) produziert von Savvy Funk und Deutschlandfunk.

 

Janine Sack

Als Verlegerin, Dozentin und Art-Direktorin interessieren Janine Sack die unterschiedlichen medialen Möglichkeiten der Präsentation und Kontextualisierung der jeweiligen Themen.

Sie konzipiert und gestaltet alle Formen von Publikationen: E-Books, Bücher, Webseiten sowie Zeitschriften und Zeitungen (zuletzt Redesign der „taz“, 2017; von 2008 – 2012 die Wochenzeitung „der Freitag“).

Sie ist Teil des publizistischen Netzwerks Drucken Heften Laden, das neben gemeinsamen Messebeteiligungen und einer Veranstaltungsreihe den vierteljährlichen Newsletter Paper News herausgibt.

Bis 2009 hat sie als bildende Künstlerin gearbeitet mit besonderem Fokus auf das Verhältnis des Subjekts zu seiner medialen Repräsentation. Sie gründete die Künstlerinnengruppen frauen•und•technik und -Innen mit und ist derzeit Teil des feministischen Netzwerks #PurpleNoise.