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Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau

Die Wohnungsfrage ist zurück im gesellschaftlichen Diskurs. Die aktualisierte Auflage der Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #2

128 Seiten, zahlr. Abbildungen

Mit Fotografien u.a. von Jürgen Henschel und Steffen Osterkamp

Juni 2021

ISBN 978-3-947295-02-9 (epub)
ISBN 978-3-947295-09-8 (pdf)

berlinerhefte.de

3,99 EUR

Gedruckt erhältlich bei / printed available at: Books People Places

Deutsch

Die Wohnungsfrage ist seit einiger Zeit zurück im gesellschaftlichen Diskurs: die Frage nach einer Wohnraumversorgung für diejenigen, die durch einen boomenden Immobilienmarkt nichts gewinnen. Dazu gehören auch die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Den Forderungen nach einem Mehr an Sozialem Wohnungsbau wird aber nur bedingt nachgekommen: Der Neubau wiegt die Zahl der durch den Ablauf der Bindungen verloren gehenden Sozialwohnungen nicht auf. Doch taugt das Fördersystem des Sozialen Wohnungsbaus überhaupt dazu, langfristig niedrige Mieten zu garantieren?

Dieses Heft räumt mit Missverständnissen auf und erklärt, warum der Soziale Wohnungsbau in seiner bundesdeutschen und Berliner Ausprägung eine Legende ist. Statt einer nachhaltigen Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte ging es bisher vor allem um Wirtschaftsförderung und private Eigentumsbildung. Grund genug, sich mit dem Prinzip des Sozialen Wohnungsbaus und der Schwierigkeit, diesen zu reformieren, auseinanderzusetzen.

Die dritte, überarbeitete Auflage der Legende vom Sozialen Wohnungsbau bietet neben aktualisierten Zahlen und Inhalten im Text von Andrej Holm eine zusätzliche Einführung der Herausgeber*innen Ulrike Hamann und Sandy Kaltenborn, welche die mietenpolitischen Veränderungen der letzten Jahre in Berlin reflektiert.

 

English

 

The Myth of Social Housing

For some time now, the housing question has once again been a subject of public debate: the issue of housing provision for those who have nothing to gain from a booming real estate market. This also includes people seeking refuge. The response to demands for more social housing, however, is limited: there has not been enough new construction to compensate for the number of social housing units lost due to the expiry of occupancy commitments for publicly assisted housing. But is the social housing system even capable of guaranteeing low rents in the long term?

This publication clears up misunderstandings and explains why social housing of the sort built in the German Federal Republic and West Berlin is a myth. Instead of meeting the long-term needs of low-income households it has so far primarily been about promoting economic development and private property ownership, instead of meeting the long-term needs of low-income households. This is reason enough to examine the principle of social housing and ask why it is so difficult to reform.

The third, revised edition of The Myth of Social Housing provides updated figures and content in Andrej Holm’s text, as well as a new introduction by the editors, Ulrike Hamann and Sandy Kaltenborn, which reflects on Berlin’s housing policy changes of the last ten years.

Andrej Holm

Deutsch

Andrej Holm ist Sozialwissenschaftler mit den Themenschwerpunkten Stadterneuerung, Gentrifizierung und Wohnungspolitik.

Seit Februar 2017 berät Holm die Senatsverwaltung als Mitglied des „Begleitkreises zum Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“.

Ulrike Hamann

Deutsch

Ulrike Hamann ist Sozial- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet an der Humboldt Universität Berlin am Institut für Sozialwissenschaften im Lehrbereich Diversity and Social Conflict. Sie arbeitet zu Stadt, Wohnen, Rassismus und Migration und ist Gründungsmitglied von Kotti & Co.

Sandy Kaltenborn

Deutsch

Sandy Kaltenborn ist Kommunikationsdesigner und betreibt seit 1999 das Büro image-shift.net. Er ist Gründungsmitglied von Kotti & Co.

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